Frauen Power

Moderne Scheidungsgründe in Österreich

Posted on: Juli 27, 2008

Österreich ist, bekanntlich, Scheidungsweltmeister. Das Land, das einst durch die weise Heiratspolitik seine Macht und Reichtum aufgebaut hat, steht jetzt im Schlusslicht der Scheidungsquoten. Ein weiteres großes Problem ist die Beziehungsangst – da habe ich zwar keine offizielle Statistik, beobachte aber dieses Phänomen fast bei jeder zweiten Person (meistens Männer). Ich vermute, dass die Ursache für alle solche Probleme im Familienleben der Eltern, sowie in der Beziehung zur eigenen Mutter liegt. Dies ist aber ein Thema für eine Doktorarbeit… Nun möchte ich ein paar Scheidungsgründe nennen, die von der Linzer Market-Insitut unlängst veröffentlicht wurden.

image by axinia

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Hitparade der Scheidungsursachen
Das Fehlen eines gemeinsamen Lebensziels (70 Prozent), der Verlust der Überzeugung, dass eine lebenslange Bindung Sinn hat (67 Prozent) sowie der Wertemangel in Hinblick auf Ehrlichkeit und Treue (62 Prozent) liegen noch im obersten Drittel der Scheidungsursachen.

Mangelnde Kommunikation, Egoismus und wirtschaftliche Unabhängigkeit sind laut einer Umfrage die häufigsten Gründe für Scheidungen. Vor allem die unter 30-Jährigen bezweifeln den Sinn von lebenslangen Beziehungen.

84 Prozent der Österreicher denken, dass der Mangel an Gesprächskultur Schuld an der hohen Scheidungsrate im Land ist. Von den Geschiedenen nennen gar 94 Prozent diesen Missstand als Ursache.

Mehr als 80 Prozent der Befragten glauben demnach, dass in der Ehe zu wenig mit dem Partner gesprochen wird.

Auf Platz zwei der Gründe wird zunehmender Egoismus genannt. Die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Partner erleichtert eine Trennung, meinen 82 Prozent der Befragten. Quelle: ORF.at

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7 Antworten to "Moderne Scheidungsgründe in Österreich"

Axinia,

Es ist traurig, diese Artikel zu lesen. Was geschieht mit den „Scheidungswaisen“? 😦

Wenn diese „Scheidungswaisen“ groß werden, haben sie große Schwierigkeiten, ein glückliches Familienleben zu führen…

So ein Blödsinn!!!
„Arm und traurig sind die, die Kindern aus geschiedenen Beziehungen „aus Prinzip“ ein glückliches Leben absprechen! Nicht jede sogenannte“intakte“ Familie ist ein geeigneter Nährboden für ein späteres glückliches Erwachsenenleben! Meine Damen: es kommt wohl eher drauf an wie der weitere Verlauf ist! Und Waisen kann man diese Kinder auf keinen Fall nennen (es sei denn, es kümmert sich niemand drum)
Ich bin entsetzt über derartig engstirnige Denkweisen …

Können Scheidung und die Scheidungsgründe modern sein oder eher unmodern………….?????

Ich muss dir recht geben abraxas.
Scheidungsgründe sind weder modern noch schön.
Es ist traurig, dass Männer und Frauen sich überhaupt nicht mehr verstehen.
Ich führe diese Krise vor allem auf das neue Frauenverständnis zurück.
Die Männer haben sich doch gar nicht geändert.
Sie wollten und wollen auch heute noch nicht die Emanzipation der Frau.
Sie waren es nicht, die nach Änderungen schrien.
Das haben nur die Frauen gemacht und den Männern aufoktojiert, dass sie nun anders sein müssen.
Eben so wie die Frauen sich die Männer vorstellen. DAS FUNKTIONIERT ABER LEIDER NICHT MEINE DAMEN !!
Sie haben die Emanzipation ohne und über die Männer hinweg betrieben.
Damit haben Sie aber die Männer überfahren und die haben sich zurückgezogen und wollen von dem jetzigen Frauentypus nicht mehr viel wissen.
So verstehen sich nun Männer und Frauen nicht mehr.
Was dann kommt, meine Damen…………..das können Sie sich selbst ausmalen……………..

Santander

Ich möchte dazu sagen, dass meine Kinder gefordert haben, endlich der Schritt zur Trennung zu machen.

Kinder die in einem harmonischen „Singlehaushalt“ aufwachsen sind sicherlich für die Zukunft stabiler als Kinder, die zwischen Streit und Intrigen leben müssen. Es ist nur wichtig, dass sich beide Elternteile um die Kinder, auch wenn diese schon erwachsen sind, kümmern. Das ist leider in meinem Fall nicht so. Doch leider kann ich dazu auch nichts beitragen, dies hat alleine der Vater meiner Kinder zu rechtfertigen, der absolut keine Verantwortung über seine Kinder übernimmt.
Mein Part ist, mit ihnen immer wieder darüber zu sprechen, ihnen ein gemütliches Zuhause zu geben, sodass sie sich wohl fühlen.

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