Frauen Power

MERELIN und die heutige Zeit

Posted on: Mai 11, 2008

Merlin sagte die Wiederkunft der alten Götter für das jetzige Jahrtausend voraus, und das bedeutet: Europa wird sich auf seine Wurzeln besinnen und erneut die Schönheit des Heidentums erkennen.

Unmissverständlich sprach Merlin in seinen Visionen für das dritte Jahrtausend von einem hoch inspirierten Mädchen, das die verderblichen Quellen versiegen lässt, sowie von Frauen, die danach mit großer Anmut über die Erde schreiten werden. Und in seinen Kaledonischen Weissagungen heißt es über eine Königin der Zukunft:

„Eine erblicke ich, die ich erhöhen will auf dem Hügel des Volkes,

damit sie von dort herniederschaut auf die heiteren Gestalten der Liebenden“

Mit diesen Worten schilderte der Druide eine künftige Welt, in welcher die Frauen abermals einen Rang einnehmen, den sie in vorchristlicher Zeit und noch um das Jahr 500 in ihrem Refugium Avalon-Camelot besaßen. Es wird eine Erde sein, auf der sich die Weisheit des Weiblichen in jedem nur denkbaren Bereich erneut so fruchtbringend entfalten kann wie im „Goldenen Zeitalter“ Europas (La-Téne). Keine Frau steht dann mehr im Schatten; all das Wertvolle, das durch feminine Kraft in die Gesellschaft eingebracht werden kann, wird wieder dankbar angenommen – und genau dies bedeutet dann auch Bereicherung und geistig-seelische Vervollkommnung des Männlichen, das sein ihm von den Göttern geschenktes Gegenüber im neuen Miteinander endlich wiedergefunden hat.

 

Nun wollen wir einen Blick in jene nahe bevorstehende Epoche tun:

Sobald die neue Zeit anbricht, werden neben des beiden genannten Göttern auch Beltane und Samhain, Rhiannon, Lug, Brigid, Cernunnos, Caillech, Taranis und die übrigen Gottheiten ins Bewusstsein der Menschen zurückkehren. Und diese Wiederkunft der alten Götter bedeutet – unter anderem – eine Aussöhnung der Menschheit mit der Natur, die immer mehr unter dem lebensfeindlich Gebot „Macht euch die Erde untertan!“ leidet.

Viele der heiligen Orte, wie z.B. der „Twr“ auf der „Ynys Avallach“ oder der Ringwall von „Dinas Emrys“, wo Merlin durch die Hilfe Lugs, des hellsehenden Gottes, seine erste Vision empfing, sind erhalten und werden in unseren Tagen zunehmend wieder aufgesucht. Jeder Pilger, der einen solchen Platz mit dem ehrlichen Wunsch betritt, einem Aspekt des Göttlichen zu begegnen, kann sicher sein, angenommen zu werden. Tausende von vorurteilsfreien Suchenden haben an den genannten Orten bereits entsprechende Erfahrungen gemacht, und dasselbe gilt für viele weitere bestehende „Wohnstätten“ der wahren und ewigen Götter: Stonehenge, die Avebury Rings oder den Silbury Hill, um nur die bekanntesten jener Plätze zu nennen, von denen dank Spiritualität über mehrere vorchristliche Jahrtausende hinweg ein beständiger positiver und friedensstiftender Impuls ausging.

Wer es lernt, sein Denken und Empfinden in Einklang zu bringen und von daher im Vollbesitz seiner gesamten Wahrnehmungsfähigkeit durch einen Wald wandert, wird unweigerlich auf Bäume oder Steinformationen mit besonderer Ausstrahlung stoßen. Durch zärtliche Berührung und zugleich instinktives Verinnerlichen des Wesens von „Schwester“ Baum oder „Bruder“ Stein, die ebenso wie wir Menschen vom andersweltlichen Geist durchströmt sind, kann die Brücke hinein in ihr Innerstes erreicht werden – und in selben Moment, da Ruhe und Kraft ins menschliche Herz strömen, ist die Begegnung mit der Gottheit vollzogen.

Gewalt oder gar Kriege werden geächtet sein, da sie – das natürliche Recht der Notwehr ausgenommen – letztlich zwangsläufig auf den Verursacher, der einen anderen verletzt oder tötet, zurückschlagen. Andererseits wird das Miteinander in der menschlochen Gesellschaft einen herausragenden Stellenwert gewinnen. An tausenden Plätzen zugleich werden die Runden Tische stehen, an denen Rauen, Männer und Kinder sich liebevoll die Hände reichen. Machthunger, Raffgier, Egoismus, Ellenbogenmentalität, Rücksichtslosigkeit und all die anderen negativen Auswüchse, unter denen die Welt heute leidet, werden nicht länger bestehen können; die Kraft des sanften Miteinander, die von den Runden Tischen ausgeht, wird sie überwinden.

Das ist die Vision für ein erneuertes Abendland, die Merlin der Menschheit schenkte. Über eineinhalb Jahrtausende wurde das Vermächtnis des Druiden bewahrt, um in der Gegenwart, da Europa zurückfinden soll zu seiner wahren Gestalt, wirksam werden zu können. An uns allen liegt es nun, die Dreifache Botschaft des Großen Wissenden zu verinnerlichen und weiterzugeben, damit sie im Denken und in den Herzen sehr vieler Menschen guten Willens Wurzeln schlagen kann. Aus diesem vielfach miteinander verflochtenen Wurzelwerk wird sodann ein Eichenhain und daraus wiederum ein neuer Wald von „Broceliande“ entstehen: ein geistiges Gedeihen und Blühen, das sich mit der von den Pflanzen behüteten Seele und damit dem unendlich positiven Wollen Merlins verbindet – und auch die wird einer der Aspekte der Wiedergeburt des keltischen Menschheitslehrers sein.

 

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2 Antworten to "MERELIN und die heutige Zeit"

ein sehr schöner und interessanter Artikel! Danke

kann ich mich nur anschließen: sehr interessanter Artikel – toller Beitrag!

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