Frauen Power

Was macht Österreich aus?

Posted on: März 27, 2007

Die Fortsetzung, Anfang in ÖSTERREICH: meine große Liebe

 von xenonb

Die beste historische Figur, die Österreich repräsentiert, ist die Kaiserin Maria Theresia. In der Menschheitsgeschichte ist es nicht bekannt, dass eine Herrscherin nicht nur so geschickt regierte, sondern auch ausgezeichnete Mutter, Hausfrau und treue Ehefrau war. Mit ihrem Gemahl Franz von Lothringen, den sie in Briefen gerne zärtlich als ihr „Mäusl” bezeichnete, bekamm sie 16 Kinder.

Auf so eine Herrscherin muß man wirklich stolz sein! Sich um den Staat wie um eine Familie zu kümmern, und um eine Familie wie um den Staat, alles sparsam und gescheit managen – das nenne ich das typisch Österreichische. Das kann man sehr wohl von Österreichern lernen!

Kaiserin Maria Theresia wurde „die Mutter Österreichs” und auch „Europa`s Schwiegermutter” genannt.

Es ist auch wahrscheinlich kein Zufall, dass das größte Genie alle Zeiten, nämlich Wolfgang Amadeus Mozart, ausgerechnet in Österreich geboren wurde. Er ist der einzige westliche Komponist, dessen Musik direkt auf das parasympatische Nervensystem wirkt und stark die Gehirnfunktion stimuliert. Seine Musik ist auch eines des besten Antidepressivums.

Seine Musik ist voller Sonnenschein und reiner Freude. Was hat es mit Österreich zu tun? Mozart wurde von der Schönheit, Ruhe, Lustigkeit und Ausgeglichenheit dieses Landes ernährt.

Ein anderes klassisches Beispiel ist natürlich Johann Strauß. Es ist unnötig zu erwähnen, welch Wirkung seine Musik hat. Ich finde, Österreich hat die richtige Balance zwischen Emotionalität und Verantwortlichkeit. Es gibt hier keine Extreme.

Nach den jüngsten Studien, zeigen sich Österreicher als Menschen, die balanciert sind. Sie denken nicht viel an die Zukunft und sind nicht wirklich vergangenheitsorientiert. Sie haben eine starke Gegenwartsorientierung und das ist das Beste was man sich wünschen kann. Schon Goethe hat gesagt: ” Die einzige Göttin, die ich anbete, ist die Gegenwart”.

  vonCharlieBrown

Die Österreicher sind keine Misanthropen und Pessimisten, wie sie sich selbst gerne sehen und von vielen gesehen werden. Sie genießen das Leben so wie es kommt und trotz allen modernen Trends schätzen sie im großen Ganzen die Familienharmonie.

Ich kann es auch gerne bestätigen. Ich habe Österreicher als ein sehr ausgeglichenes Volk erlebt. Sie machen keinen Stress, obwohl sie selbst denken, dass sie welchen machen. Sie   sagen: “Wenn was schief geht, naja, dann geht´s halt schief, das ist nicht so tragisch”. Sie drücken sich auch grammatikalisch nicht immer richtig aus, sie sprechen kein Hochdeutsch – aber genau das gibt ihnen diesen gewissen Charme.

 Die Sprache ist die Seele eines Volkes, daran glaube ich fest. In Vokabeln, die Grammatik, Phonetik und Stilistik manifestieren sich oft interessante subtile Seiten des Charakters.

Es ist bekannt, dass Österreicher zum Beispiel eine besondere Zuneigung zum Konjunktiv haben („es wäre schön”, „ich hätte gerne” usw.). Darin manifestiert eines der tiefsten Geheimnisse der österreichischen Seele –nämlich die Konfliktvermeidung.  Für einen Ausländer ist es oft unklar, warum Österreicher nie direkt etwas sagen, warum sagen sie einfach nicht „nein”, wenn sie es wirklich meinen, warum sind sie so ausgesprochen höflich?

Was Österreicher nicht mögen ist aggressiv zu sein. Kuscheln – das mögen sie. Auch nicht allzu viel, aber der Kuschelkurs untereinander ist allemal beliebter als Konfliktaustausch.

 von mms

Ich selbst habe viel Zeit gebraucht, viel beobachtet und viel gelesen, bis ich es verstanden habe: das Kennwort für Österreich ist Frieden und die Menschen hier werden alles tun, um diesen Frieden zu erhalten. Das hat sich schon in der Geschichte gezeigt: allein wenn wir an das Motto der Monarchie „Tu, felix Austria, nube!”,- diese berühmte Heiratspolitik – denken; oder an die Metternich-Ära (1814-1848); oder an Richard Coudenhove-Kalergi, der als erste die Idee einer europäischen Union, die auf freien Willen und nicht auf Gewalt basiert, formuliert hat; oder an der Tatsache, dass weltweit das erste Institut für Konfliktstudien in Österreich eröffnet wurde.

Auch heute ist das moderne Motto der österreichischen Neutralpolitik: „Überall gute Freunde haben und sich nicht einseitig binden”.

Konflikte und Kritik sind Dinge, die den Frieden zerstören. Darüber hinaus sind die Österreicher extrem kritikempfindlich. Sie fühlen sich unwohl und beleidigt, wenn sie kritisiert werden.

Österreicher halten offenbar ein viel größeres Maß an Unklarheit aus, vor allem wenn die Klärung eines Tatbestandes zu Konflikten führen könnte. Man rührt dann lieber nichts an und hofft auf Selbstheilung.

Wenn man diese wunderbare Eigenschaft, Konflikte zu vermeiden, von Haus aus nicht hat, dann soll man in Österreich die Chance nützen und es lernen. Ich bin sehr dankbar, das ich es auch ein wenig gelernt habe, ich bin nicht mehr so direkt, wie die Russen es meistens sind.

Woher kommt aber eine so wichtige Eigenschaft? Die Antwort kann man wieder in der Geschichte suchen, dank der geografischen Lage des Landes, es ist immer ein Puffer zwischen West-, Süd- und Osteuropa gewesen.

So viele verschiedene Mentalitäten und Kulturen haben sich im österreichischen Land getroffen und sind ineinander verschmolzen. Deswegen wirkt Österreich für die Nordeuropäer eher südländisch und für Süd- und Osteuropäer eher westlich.

 von karin_b1966

Und da kommen schon die Gedanken über die geheimnisvolle österreichische Seele… kein Wunder, dass so einem gemischten Volk es nicht so einfach fällt, ihre eigene Identität klar herauszustellen.

Aber wie schon früher erwähnt, haben die Russen auch ein ähnliches Problem mit ihren asiatischen und europäischen Wurzeln. Und darum ist auch die ganze Zeit die Rede über die geheimnisvolle russische Seele. Da haben wir schon etwas gemeinsam.

Allerdings dank der bunten Mischung aus zwölf Nationen, haben Österreicher ihren eigenen Charakter herausgearbeitet, der voller Charme und Reiz ist, aber auch innere Gegensätze hat, einen Charakter, der die „gute deutsche Ordnung”, die osteuropäische Bescheidenheit hat und   wie die Südländer das Leben liebt…

Die Österreicher lieben das Leben und wissen es zu genießen. Hier sagt man: „Österreich ist das Land der Lebenskunst”. Sie wissen, das wahre Leben beginnt, wenn die Arbeitsstunden vorbei sind. Sie baden einfach in der Unterhaltungskultur, im Schmäh, sie blödeln, tanzen, spielen und sitzen stundenlang in den Kaffeehäusern. Die Stadt Wien ist am zweiten Platz was die Lebensqualität weltweit betrifft!

Andererseits sind sie mit diesem Leben unzufrieden, man hört sie die ganze Zeit jammern, murren und raunzen. Das wunderbare Leben, das sie führen, ist immer „schwierig, voller Stress, kompliziert und einfach eine Katastrophe!”. Sie können es doch nicht wohl ernst meinen?

Die Fortsetzung in Österreichische Köstlichkeiten und die Krise … axinia

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